29.06.10 18:05.

Ein Tag im Leben eines MBM-Studenten
Aufgeregt piept der Wecker neben meinem Bett. Ist es tatsächlich schon wieder morgens? Tatsächlich: 8.15 Uhr, und in der WG-Küche klappert bereits das Geschirr. Nach einem Frühstück in gemeinschaftlicher Runde schalte ich meinen Laptop an, denn wie der Name vermuten lässt, läuft im Studiengang Medien- und Bildungsmanagement einiges übers Internet. Erstmal E-Mails checken, danach logge ich mich in die virtuelle Lernplattform ein – hier kann ich den größten Teil meiner Lerninhalte einsehen und bekomme Infos ob neue Lerninhalte zur Bearbeitung anstehen oder ob es aktuelle Änderungen für die anstehenden Seminare gibt (vielleicht fällt heute ja was aus?!).
Danach wird es aber doch Zeit sich langsam auf den Weg zur Hochschule zu machen. Es steht ein Seminar zum Thema Informationssysteme an, danach eine Vorlesung in Sozialpsychologie. Im Seminar treffe ich auf meinen gesamten Jahrgang. Wir sind schnell eine eingeschworene Gemeinschaft geworden – durch das Pflichtprogramm müssen wir zum Großteil alle in die gleichen Kurse. Nachdem das Seminar vorbei ist mache ich mich auf den Weg zur Vorlesung oben im W-Gebäude. Im studiengangseigenen Veranstaltungsraum gibt es eine riesige interaktive Rückprojektionstafel und die komplette Technik für Mitschau und Aufnahme von Veranstaltungen. Die Vorlesung wird aufgezeichnet, damit wir sie uns im Internet über die Lernplattform noch mal anschauen können.
Danach treffe ich mich mit meinen Kommilitoninnen – unser Medienpädagogik-Projekt muss nächste Woche abgegeben werden. In unserem Studienprogramm wimmelt es von solchen Projektseminaren, bei denen wir uns in Gruppen mit selbst gewählten oder auch vorgegebenen Projekten beschäftigen, d.h. wir müssen sie planen, konzipieren, durchführen und evaluieren. Wir sollen ja für den Beruf qualifiziert werden und dafür braucht es natürlich einen ordentlichen Anteil an Praxis! Heute wollen wir uns im Rechnerlabor treffen: Unser Kurzfilm braucht noch den letzten Schliff.
Am Abend geh ich mit meiner Arbeitsgruppe noch in die Hoki, eine der beiden Studentenkneipen, um noch ein Feierabend-Seeradler zu trinken, mal sehen wer sonst noch da ist. Bevor ich mich anschließend zum Schlummern in die Kissen schmeiße, geht mir durch den Kopf, dass ich insgesamt mit meiner Studienwahl doch ganz zufrieden bin – schon weil sie mit abwechslungsreichen Themen und selbstständigen Praxisarbeiten das alltägliche Studienleben aufmischt.